Kassiter

Kas Sutangma – Das Volk der Kassiter

Die Kassiter sind ein teils nomadisch lebendes Volk, welches Nord. und Zentralkioytheria bewohnt.

Sprache

Sowohl Kassitisch als auch Naewysch sind aus der alten Sprache der Sutangger hervorgegangen.

Das Kassitische insbesondere entwickelte sich aus Dialekten der nördlichen Stämme, hat sich jedoch im Vergleich zum Naewyschen wenig verändert. Die im Sutanggischen vorhandene Vokalharmonie wurde in den meisten Dialekten beibehalten, im Falle des Sawtanggischen Dialektes sogar auf die Spitze getrieben. So ist es unter den Sawtanggern üblich, dass in der mündlichen Sprache Männer nur maskuline Vokale (a, o, u) und Frauen nur feminine Vokale (e, y, i) nutzen. Der Genus eines Wortes wird hier – im Gegensatz zu den meisten anderen Kassitischen Dialekten – in der Regel mit Suffixen angegeben.

Das Naewysche hingegen hat seine Vokalharmonie vor langer Zeit verloren. Es ist in eine noch größere Anzahl an Dialekten aufgespalten, die in der Regel nicht mehr gegenseitig verständlich sind.

Namensgebung

Kassiter erhalten in der Regel im Laufe ihres Lebens eine ganze Reihe von Namen.
Der erste von ihnen, der Geburtsname, wird dem Neugeborenen im Kindbett gegeben. Dies ist nahezu immer der einzige (Vor-)Name, welcher substantivisch verwendet wird. Zumeist ist der Geburtsname ein Tier, Gegenstand, Titel oder Ideal.
Angefangen mit dem Zweitnamen werden dem Kassiter im Lauf seines Lebens mehrere attributive Lebensnamen gegeben, die sich an den Taten und der Persönlichkeit des Namensträgers orientieren.
Zu beachten ist, dass diese Namen, wenn sie einzeln vorkommen, ganze Sätze bilden und nur in Verbindung mit dem Geburtsnamen ihren attributiven Charakter annehmen, z.B.:
Geburtsname: Targw (Der Löwe)
1. Lebensname: Purghanun/Purghanu (Der Schwarze / Er ist schwarz.)
2. Lebensname: Remin/Remi (Der Eiserne / Er ist eisern.)
Vollständiger Name: Targw Purghanur Remir (Der schwarze, eiserne Löwe)

Im alltäglichen Gebrauch werden häufig einzelne Namen weggelassen, der Gebrauch der Lebensnamen ist hierbei fließend. Spricht man z.B. einen Freund an, so wird man in der Regel nur den Geburtsnamen (oder in einigen Fällen den favorisierten Lebensnamen) benutzen. Ist eine dritte Person mit demselben Geburtsnamen anwesend, ist die Nennung eines Lebensnamens durchaus hilfreich, um Verwechslungen zu vermeiden.
Zu offiziellen Anlässen und bei der Anrede Höherrangiger werden natürlich alle Namen genannt, weshalb es für das Ansehen innerhalb eines Stammes wichtig ist, die vollständigen Namen aller Stammesmitglieder zu kennen.

Bei der Namenszeremonie (welche in der Regel eine offizielle Angelegenheit ist) wird der neue Name in der Prädikatform verwendet, z.B.: Targw Purghanur Remi (Der schwarze Löwe ist eisern.).

Zusätzlich zu seinen Vornamen trägt nahezu jeder Kassiter noch einen Clans-/Sippennamen, welcher aus dem Genitiv des Namens des Begründers der eigenen Sippe besteht, sowie einen Stammesnamen (Genitiv der Stammesbezeichnung), z.B.:
Gawn Kunoma (Clan der Schlange)
Kas Gwanpatagonma Kjiseresz (Stamm der Roten Bullen)
Wichtig ist hierbei, zu beachten, dass der Name einer Person immer in ihr Geschlecht übertragen wird, auch wenn der Genus des Ursprungswort ein anderer ist, z.B.:
Kiny (Schlange) → Kuno

Beispiel für einen Vollständigen kassitischen Namen inklusive Sippen- und Stammesname:
Targw Purghanur Remir Kunoma Patagonma Kjiseresz
Der schwarze, eiserne Löwe vom Clan der Schlange vom Stamm der Roten Bullen

Geschlechterrollen

Geschlechter sind der Ansicht der Kassiter nach ein soziales Konstrukt: Es gibt Mann und Frau, jedoch ist das Geschlecht einer Person und seine Rolle in der Gesellschaft nicht von Geburt an festgelegt. Männer sind in der kassitischen Tradition diejenigen, die jagen, Krieg führen, herrschen und die übergeordnete Person in einer Ehe darstellen. Frauen hingegen halten das Lager instand sammeln Nahrung, kochen und sind in der Ehe untergeordnet.
Diese Ordnung ist allerdings eher eine soziale Hierarchie als eine Trennung nach Geschlechtern. Wenn z.B. ein Mädchen die traditionell männlichen Merkmale (Stärke, Mut und Entschlossenheit) aufweist, so kann es sein, dass ihr Vater sie zu einer Jägerin heranzieht, sie dann ihre erste erfolgreiche Jagd bestreitet und als Mann* anerkannt wird.
Andererseits kann es passieren, dass wenn ein Junge diese Eigenschaften nicht aufweist, er von seinem Vater keine Jagdausbildung erfährt und er womöglich nie eine Jagd bestreitet. Dies ist jedoch sehr selten.
Häufig werden Männer zu Angehörigen der weiblichen Schicht, weil sie keinen Erfolg als Jäger haben, sich anders berufen fühlen oder von ihren Familien ausgestoßen wurden. Auch Homosexuelle Männer zählen häufig zur weiblichen Schicht, da sie dort größere gesellschaftliche Akzeptanz erfahren.
Generell muss jedoch gesagt werden, dass es bedeutend einfacher ist, vom Mann zur Frau* zu werden, als umgekehrt. Dies liegt einerseits daran, dass der oben genannte Wechsel meist ein sozialer Abstieg ist, andererseits daran, dass zur Aufnahme als Mann* der erfolgreiche Abschluss einer Jagd vorausgesetzt wird, was in der Regel viel Erfahrung und Training voraussetzt.
Mit dem Geschlechtswechsel wechselt auch der Name der Person seinen Genus, teilweise auch seine komplette Bedeutung.

Da die Ehe in kassitischem Sinne eine ungleiche Partnerschaft ist, wird sie in der Regel auch nur von verschiedenen sozialen Geschlechtern durchgeführt. Beziehungen zwischen gleichen sozialen Geschlechtern sind fast immer unehelich und können auch bestraft werden, z.B. falls einer Frau-Frau*-Beziehung ein Kind entspringt.
Da die Ehe in erster Linie der Fortpflanzung dient, werde die folgenden Paare bevorzugt:
Mann – Frau, Mann* – Frau
Da allerdings in der kassitischen Gesellschaft Polygamie praktiziert wird (wobei allerdings nur Männer( und Männer*) das Recht auf mehrere Ehepartner haben), kommt es manchmal vor, dass ein Mann sich als Zweit- oder Drittfrau eine Frau* aussucht, bzw. ein Mann* eine Frau.

Eine weitere Eigenheit bezüglich der Geschlechter innerhalb der kassitischen Gesellschaft ist, dass den Angehörigen der weiblichen Schicht verboten ist, Bärte zu tragen, während es als Mann mit viel Prestige verbunden ist, einen langen und vollen Bart zu tragen.

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